Absurdistan – Neues von der Bananenrepublik Deutschland

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Die Welt ist ein Irrenhaus – wo ist der Ausgang?

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte. Jeder Tag mit Internet, Nachrichten und Schlagzeilen lässt mich mehr an diesem Planeten Erde zweifeln. Nein, das ist nicht richtig. Ich zweifle nicht an der Erde, sondern an deren menschlichen Bewohnern. Bananenrepublik Deutschland, Frankreich, Europa – Absurdistan.

Der heutige Tag war mal wieder sehr erlebnisreich und was mir über meinen Facebook Stream angezeigt wird, passt oft auf keine Kuhhaut. Eigentlich waren die Nachrichten gar nicht so absurd wie sonst. Heute. Trotzdem war es gerade der heutige Tag, an dem mir die Meldungen auf Facebook wieder einmal vorkamen, als drehe diese Welt durch.

Ein paar der Kuriositäten meines FB Streams will ich hier zusammenfassen. Vielleicht eine gute Idee und ich sollte das häufiger tun. Best of „Bekloppteste Meldungen des Tages„, oder so.

Absurdistan & Banenenrepublik Deutschland
Absurdistan & Banenenrepublik Deutschland

Absurdistan Teil 1: Tortenkunst beschäftigt Gericht

Heute habe ich ich einen Beitrag einer Künstlerin in Facebook gesehen. Eine Tortenkünstlerin. Die Rede ist nicht etwa von einer Bäckerin. Also dem Handwerk Backen. Nein. Sie ist Tortenkünstlerin. Eine, die nicht einmal backen kann. Die Künstlerin muss den Kuchen beim Bäcker in Rohform kaufen, um ihn als Basis für ihre Kunstwerke nutzen zu können.

Diese Frau sitzt nun auf der Anklagebank. Weil sie Steuern hinterziehe und ihre Kunden in die Irre führe. Weil sie eben keine Künstlerin sei, sondern ein Handwerk ausübe. Angeblich. Dabei führt sie Steuern für Künstler und Designer ab, nicht für Lebensmittel. Fakt ist:

Sylvia Zenz, so der Name der Tortenkünstlerin, backt keine Kuchen, sondern gestaltet Torten künstlerisch. Sie sagt von sich:

„Ich fange da an, wo der Konditor aufhört!“

Anschauen können Sie sich diese Tortenkunstwerke auf www.sugar-heart.de. Das hat nichts mit dem Bäckerhandwerk zu tun, sondern selbst ich als Kunstbanause kann die künstlerische Arbeit erkennen.

Handwerkskammer, Finanzamt und Gericht, allesamt Institutionen der Bananenrepublik Deutschland, vermögen dies nicht. Frei nach dem Motto:

„Wer die Hände bewegt übt ein Handwerk aus!“

So geht Absurdistan.

Absurdistan Teil 2: Bundeskanzlerin auf Instagram

Alter Falter. Die Kanzlerin macht Sachen. Naja, vermutlich lässt sie machen. Jedenfalls hat die Bundesregierung der Bananenrepublik Deutschland via Facebook mitgeteilt, dass unter http://instagram.com/bundeskanzlerin/ Einblicke in die Arbeit der Bundeskanzlerin gewährt werden. Wir alle können die Kanzlerin von Absurdistan jetzt auf allen Reisen und bei Terminen online verfolgen.

Im modernen Zeitalter des Internets gehören die neuen Medien natürlich auch ins Kanzleramt. Daraus jedoch zu schließen, dass auch die Kanzlerin ausgerechnet auf Instagram – der Bildplattform des Schönen schlechthin – gehört, ist eine sehr mutige und fast schon schizophrene These.

All die rosa-weißen Girlieseiten, Stränge von pinken Cupcakes, unzählige Fotos von Beautybloggerinnen, Pins von homosexuellen Mode-Geeks – und die Kanzlerin mitten drin. WTF!

Absurdistan Teil 3: Bargeldabschaffung

Zugegeben, Onlinebanking, PayPal und Kreditkarte sind praktisch. Fast jeder nutzt diese Form der Bezahlmöglichkeiten. Doch nur Bares ist Wahres. Das wussten schon Generationen vor uns. Bargeld, also Münzen und Scheine sollen nun abgeschafft werden. Teilweise wurde der Bargeldverkehr schon eingeschränkt. Bislang gilt dies vornehmlich für größere Beträge. Wann jegliches Geld komplett entwertet und es nur noch elektronischen Zaster geben wird, ist nur noch eine Frage der Zeit. Der lückenlosen Überwachung wird Tür und Tor geöffnet sein. Es gibt Menschen, die das vollkommen in Ordnung finden. Hoffen wir, dass es niemals zu Stromausfall kommt. In solchem Falle wären wir nicht mehr in Absurdistan, sondern in Verhungeristan.

Absurdistan Teil 4: Aufklärung im Kindergarten

Ich weiß nicht mehr, wo es war. Eine Meldung bei t-online auf Facebook? Es ging um Aufklärung im Kindergarten. Gut 60 Kommentare darunter. Ich öffnete und überflog. Ein Kommentar sinngemäß:

„Ist doch gut so. Wie traurig, dass Kinder erst im Kindergarten aufgeklärt werden. Die Eltern sollten sich mal besser kümmern!“

Das Thema frühkindliche Aufklärung hat mich ja erst dieser Tage aufgeregt und soll nicht schon wieder thematisiert werden. Mir geht es um diesen Kommentar, der leider fast beispielhaft für die Menschen in der Bananenrepublik Deutschland ist.

Ich konnte mir einen Gegenkommentar nicht verkneifen. Sinngemäß, dass ich das es ebenfalls unmöglich fände und ich für eine gesetzliche Regelung sei, dass Eltern bereits ihr Kind im Babybauch aufklären sollten, nicht erst, wenn das Kind schon in den Kindergarten ginge. Das wäre ja wirklich vollkommen zu spät.

Mein Fazit: Die Dummen machen es möglich

Zuvor habe ich vier unterschiedliche Beispiele aufgeführt, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammen passen. Aber doch sind sie sehr kennzeichnend für Absurdistan.

Zum 1. Beispiel: Tortenkünstlerin

Haben deutsche Behörden sonst nichts besseres zu tun? Die Kassen sind klamm, die Künstlerin führt Steuern ab und ist mehrfach ausgezeichnet – als Künstlerin. Trotzdem wird sie behördlich verfolgt. Wo steckt der Sinn? Wer zahlt das?

Zum 2. Beispiel: Kanzlerin bei Instagram

Die Kanzlerin wird den Kanal nicht selbst befüllen. Doch mal ehrlich? Wollen wir DAS sehen? Passt eine ältere Dame aus der Politik in die Reihen der Rosa-Teenis, Torten und Swatches von Kosmetik? Wie viel kostet es den Steuerzahler? Würde die Kanzlerin nicht besser einer alten Dame monatlich die kärgliche Rente aufbessern, anstatt sich bei Instagram der allgemeinen Belustigung auf Steuerzahlerkosten anzubiedern?

Zum Beispiel 3: Bargeldabschaffung

Jetzt kommen wir zum Eingemachten. Haben die Bürger schon komplett resigniert? Oder vergessen, wem die Politiker und Behörden zu dienen haben? Kann es allen Ernstes auch nur einen Menschen in der Bananenrepublik Deutschland geben, der auch nur im Ansatz die Bargeldabschaffung gut findet? Ja, sie brächte hier und da vielleicht ein paar Vorteile. Was ist mit den Nachteilen? Die sind meiner Ansicht nach weitaus folgenreicher, als die Vorteile, die man zudem bereits jetzt durch diverse bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten nutzen kann.

Zum Beispiel 4: Dumme Kommentare

Es ist nicht mein Ziel, den Kommentator zu beleidigen. Ich kann es aber nicht anders formulieren, als diesen Kommentar als dumm zu bezeichnen. Selbstverständlich sollen Eltern ihre Kinder aufklären. Aber bitte, wie soll das noch VOR dem Kindergarten gehen? Da können Kinder kaum reden, geschweige denn so ein komplexes Themenfeld begreifen. Leider lassen sich in Absurdistan derartige Kommis überall und in immer größeren Mengen lesen. Ich frage mich: Was läuft bei solchen Leuten eigentlich schief?

Was läuft in der Bananenrepublik Deutschland schief?

Die Menschen scheinen sich immer mehr für die politischen Zusammenhänge zu interessieren, sich aber immer weniger um die Politik zu kümmern. Das eröffnet scheinbar Politikern und Beamten grenzenlose Narrenfreiheit. Menschen in Absurdistan verfolgen via Internet fast schon im Livestream, was in der Bananenrepublik Deutschland passiert, regen sich im Netz auf und damit ist der Schuldigkeit Genüge getan.

Es wäre vielleicht längst an der Zeit, Politikern, Beamten und Behörden gehörig auf die Finger zu klopfen und diese in erträgliche Schranken verwiesen. Das wäre schon längst fällig gewesen.

Für den bevorstehenden G7 Gipfel auf Schloss Elmau werden die Steuerzahler vermutlich 360 Millionen Euro abdrücken. Gleichzeitig gibt es im deutschen Absurdistan alte Damen und Herren, Rentnerinnen und Rentner, die in Mülltonnen nach Essenszeiten und Pfandflaschen suchen müssen.

Das ist scheinheilig und falsch

Unter der Hand beklagt ein Großteil der Deutschen die Zustände und spricht unverblümt von der Bananenrepublik Deutschland. Ein Land, das Millionen und Milliarden für alles Mögliche mit vollen Händen rauswirft. Wofür kleine Kassiererinnen an der Lidl Kasse tagtäglich schuften müssen, selbst aber für einen Pfandbon im Wert ein paar lumpiger Cent gekündigt werden. Ein Land, das Rentner lieber im Müll wühlen lässt, als ihnen einen lebenswürdigen Altersstatus zu sichern. Ein Land, das von sich behauptet, die Menschenrechte zu wahren. Ein Land, indem Asylanten mehr Rechte und mehr Geld haben, als die Deutschen selbst.

Weil das Volk es zulässt

Die da oben, die machen sowieso, was sie wollen. Das können sie. Weil wir da unten es zulassen. Wir wählen die Politiker. Wir arbeiten für das Geld, was die da oben verprassen. Wir geben denen die Macht, das Volk zu gängeln und das Volk zu plündern. Wir machen Absurdistan möglich. Wir sind Absurdistan. Es wäre schon längst an der Zeit gewesen, die Damen und Herren aus Berlin im hohen Bogen aus dem Bundestag zu treten. Uns gegen TTIP, Bargeldabschaffung, Pfandbonaffären und Müll- und Pfandsammler zu wehren. Die Menschen sollten endlich mal begreifen, dass nichts, gar nichts zum Wohl des Volkes passiert. Nicht in der Bananenrepublik Deutschland. Nicht in Amerika. Nirgends auf der Welt.

Es könnte alles so einfach sein, wenn nicht jeder immer nur an sich denken würde. Wenn sich die Menschen vereinen würden und

  • alle einen Tag nicht rauchen würden
  • alle einen Tag kein Auto fahren würden
  • alle einen Tag nicht zur Arbeit gehen würden
  • alle einen Tag nach Berlin oder in ihr Rathaus fahren würden

um den hohen Damen und Herren der Politik zu zeigen, von wem die Macht ausgeht. Es gäbe vieles, was die Bürger tun könnten. Stellen Sie sich mal vor, alle Bankkunden würden für einen Tag, für eine Woche oder für einen Monat ihre gesamten Gelder von der Bank abheben. Schnell, sehr schnell würden sich die Verhältnisse in diesem Land Absurdistan ändern! Denn wir sind das Volk. Von unserem Geld werden all diese Dinge bezahlt, die sich letztlich gegen uns Bürger und gegen unsere Freiheit richten.

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